Entstehung eines Graffiti

Zuerst überträgt man die angefertigte Skizze auf die Wand - diese sogenannten "First Outlines" zieht man mit einem "Skinni". Danach werden die Buchstabeninnen- flächen durch das "Fill-In" mit einem "Fat-Cap" ausgefüllt. Das Fill-In wird dann mit einer zweiten und vielleicht sogar noch dritten Farbe geblendet, um einen gleichmäßigen Farbverlauf zu erhalten. Dieses "Fading" wird mit Hilfe eines "Softcaps" erreicht. Der so entstandene Hintergrund - "Background" - muß die darunterliegende Wand völlig verdecken, damit dann die Innengrund- Effekte ("Designs") gesprüht werden können. Erst nachdem die Buchstabenflächen vollkommen ausgefüllt sind, wird eine endgültige Umrandung gezogen, wobei dies durch einen Block noch abschattiert werden kann. Sind die Buchstaben - "Styls" - fertig , können noch ein paar Hintergrundeffekte dazukommen, z.B. eine "2nd Outline", also eine Umrahmung, die noch einmal das ganze Bild umschließt. Zu allerletzt werden meist noch ein paar Highlights gesetzt.


Styles eines Graffiti

1. WILDSTYLE
Hierbei werden in sich verschlungene Buchstaben verwendet, wodurch das Piece kaum lesbar ist. Meistens werden die Buchstaben mit großen, weitreichenden Pfeilen versehen. Auch können Abzweigungen der Buchstaben weit in den Hintergrund bzw. in die Bildebene hineinreichen und dort "verschwinden". Die Buchstaben haben bei diesem Style sehr eckige und kantige Formen.

2. 3D-STYLE

Dies ist ein Beispiel für sehr körperhaften, perspektivischen Stil, welcher noch durch einen 3D-Effekt mittels intensivem Spiel mit Licht und Schatten hervorgerufen wird.

3. BUBBLE STYLE

Im Gegensatz zum Wildstyle sind bei dieser Art die Formen rund gehalten und die Buchstaben meist mit abstrakten Mustern verziert. Alle ersten großen Styles wurden im "Bubblestyle" gemalt. Den Namen erhielt dieser Style dadurch, da die Formen sehr an Kaugummi erinnern - "Bubble-Gum".

4. BLOCKBUSTER STYLE

Dieser Style wird geprägt von den einfachen Buchstaben, wobei das Hauptaugenmerk auf die Gestaltung der Buchstaben gelenkt wird. Diese werden wie beim "Bubble Style" mit abstrakten Mustern und Formen ausgestaltet. Dabei wird sehr viel wert auf die Wahl der Farben und Formen gelegt. Dieser Style trägt auch den Namen "HIPPIE STYLE".


Character

1. B-BOYS

Diese sind, wie der Name schon sagt, meist Jungs, die stark vereinfacht und ohne viel Effekte dargestellt werden.

2. COMIC-CHARACTER

Diese zeigen oft abgewandelte, schon bekannte Comicfiguren.

3. MONSTER-CHARACTER

Sie zeigen Abbildungen von Lebewesen mit "Schockcharakter". Als stilistische Mittel werden dabei oft "Fadings" und der 3D-Effekt genutzt.

4. ROBOT-CHARACTER

Dies sind individuell erfundene Phantasiefiguren mit vielen metallischen Farben und "Fadings".

5. 3D-EFFEKT-CHARACTER

Ein solcher Character, ist eine mit viel Licht und Schatten gearbeitete Figur, um einen optimalen 3D-Effekt zu erhalten.

6. BEISPIELE anderer CHARACTERS

Oft werden auch Mädchen dargestellt, welche häufig einen märchenhaften Charme erhalten und meistens nackt abgebildet sind.